Freitag, 28. Juni 2019

Lesung mit Silke Amberg und ihr Buch "Ich gehe"

Am 20. Juni 2019 hat im Rahmen der Countdown-Wochen des CSD Freiburg eine Lesung mit Silke Amberg im Jos Fritz Café stattgefunden. Sie hat aus ihrem Buch "Ich gehe" gelesen und vielleicht habt ihr bereits in meiner Instagram-Story gesehen, dass ich bei dieser Lesung war, da ich ein paar Eindrücke mit euch geteilt hatte. Ich habe beschlossen einen Blogbeitrag dazu zu machen, da mir die Lesung sehr nah ging. Viel Spaß beim Lesen und wer weiß, vielleicht greift ihr auch bald zu dem Buch "Ich gehe".


Wer ist Silke Amberg eigentlich?

Silke Amberg wurde 1975 in einem kleinen Ort in Hessen geboren und zog später in die Großstadt Köln. In Freiburg i. Br. studierte sie Französisch, Geschichte und Informatik. An ihren Wohnorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz erlebte sie unterschiedliche Mentalitäten. Heute lebt sie mit ihrer Lebensgefährtin und ihren zwei Kindern in Basel und arbeitet als Gymnasiallehrerin.
Im Oktober 2018 erschien ihr erster Roman „Ich gehe.“ im eFeF-Verlag.
Bereits als Jugendliche schrieb Silke Amberg Gedichte und Kurzgeschichten. Im Alter von 17 Jahren verfasste sie das Libretto zum Musical «Die Glaubensmauer», das 1992 in Köln, München und Solingen aufgeführt wurde. Später arbeitete sie als Autorin für den Südwestrundfunk Baden-Baden und schrieb das Drehbuch eines didaktischen Computerspiels («Die Stadt im späten Mittelalter), das mehrfach ausgezeichnet wurde. Im Terzio Verlag erschien 2005 das von ihr verfasste Computerspiel «Abenteuer Archäologie». In den folgenden Jahren veröffentlichte sie zahlreiche didaktische Fachartikel.


Und um was geht es in ihrem Roman "Ich gehe"?

Die Erzählung überzeugt mit der differenzierten und stimmigen Darstellung der Situation einer jungen Mutter, die mit 16 während eines Sprachaufenthalts in der Schweiz ungeplant schwanger wurde, den Vater des Kindes heiratete und nach einigen Jahren realisieren musste, dass sie von der Situation überfordert war und sich selber aufgegeben hatte. Die Erzählung setzt ein, als sie beschließt, Mann und Kind zu verlassen, zu ihren Eltern nach Schweden zurückkehrt und eine schwierige Zeit der Auseinandersetzung mit ihren eigenen Wünschen und Ängsten durchlebt. Sie kämpft um die Liebe und Anerkennung ihrer Tochter und setzt sich selbstkritisch mit ihrem eigenen Verhalten auseinander.


Die Lesung an sich

Hierzu muss man sagen, dass das Jos Fritz ein schnuckeliges Café ist und ein perfektes Ambiente für Lesungen schafft. Mit dem passenden Licht und als auch jeder sich mit einem Getränk versorgt hatte - es war warm - ging es auch schon los! Silke Amberg wurde vorgestellt und hat etwas über sich erzählt. Dann wurde auch schon gelesen. Vorgelesen wurden verschiedene Stellen aus dem Buch und zwischen diesen hatte man als Zuschauer die Möglichkeit Fragen zu stellen. Anfangs habe ich mich erst mal komplett gehen lassen und den Abschnitten gebannt gelauscht. Ich war irgendwie nicht in der Lage Fragen zu stellen, weil das Thema einem so nah ging. Stellt euch vor, ihr sitzt da und hört die Geschichte einer Mutter, die ihr Kind verlässt und zurück zu ihren Eltern geht. Das ist ein ordentlicher Brocken, den man erst einmal schlucken muss. Im Laufe des Abends haben wir Zuschauer verschiedenen Szenen aus "Ich gehe" lauschen können und ich habe gerne zugehört - auch, wenn ich mit meinen Gedanken teilweise irgendwo anders war. Aber das lag nicht an der Lesung oder an dem Buch. Noch lag es an der Autorin oder dem Abend selbst, sondern hatte mit mir selbst zu tun. Zwischendurch habe ich mich dann auch getraut Fragen zu stellen und auch im Anschluss , wie die Frage, wie die Autorin während des Schreibens empfunden hat. Ich habe dann einen Vergleich zu mir gebracht, denn, wenn ich Szenen schreibe, die sehr emotional sind, kann es gut sein, dass ich selbst auch die ein oder andere Träne vergieße. Und natürlich war die Antwort zu erwarten, denn nach der Stelle, nach der ich gefragt hatte, war es zu erwarten, dass man sehr mitfühlt und dass es ein ordentlicher Brocken ist diese Stelle zu schreiben. Ich möchte hier nicht erwähnen, um was es in dieser Stelle geht, da ich euch nicht allzu viel wegnehmen muss, aber ich kann sagen, dass es etwas anspricht, was ein großes unsichtbares Problem in unserer Gesellschaft darstellt. 
Apropos Probleme in unserer Gesellschaft: davon spricht es so einige an, weshalb ich so begeistert von dieser Lesung war - und auch von dem Buch, auch, wenn ich es noch nicht gelesen habe. Denn - Schande über mich - ich hatte an dem Abend zu wenig Geld dabei, um mir das Buch selbst zu kaufen. Aber ich hatte die Möglichkeit noch danach mit der Autorin ein paar Worte zu wechseln und ich muss sagen, dass sie nicht nur toll schreiben und vorlesen kann, sondern auch ein super lieber Mensch ist! Ich habe sie sogar auf dem CSD wieder gesehen! 

Und natürlich habe ich auch ein Bild mit der Autorin gebraucht!
Mein Fazit

Geile Lesung und geiles Buch! Es ist mal etwas anderes als das, was sich sonst so auf dem Buchmarkt tummelt, da es wichtige Themen anspricht, die sonst totgeschwiegen werden. Wie zum Beispiel das eigene Wohl, das manche für andere oft genug vernachlässigen. Aber auch andere Dinge wie zum Beispiel die Sache mit einer Schwangerschaft im jungen Alter und vor allem den damit verbundenen Folgen. Dass man zum Beispiel dann nicht eine Ausbildung gar ein Studium in der Tasche hat. Und noch so vieles mehr! Ich werde es mir demnächst definitiv zulegen, da ich einfach wissen muss, was zwischendrin passiert und vor allem, wie alles ausgeht.

Ihr wollt mehr über die Autorin wissen? 

Dann schaut doch auf ihrer Website vorbei oder auf ihrem Instagram-Account. Ihr Buch "Ich gehe" könnt ihr in jeder Buchhandlung kaufen oder auch online - aber am besten ist immer noch die Buchhandlung eures Vertrauens, denn damit unterstützt ihr nicht nur die Autorin und die Buchhandlung, sondern auch den Buchhandel selbst! 

Und jetzt? 

Ab zu eurem liebsten Leseplatz und das Buch lesen würde ich sagen. Oder aber erst einmal zur Buchhandlung. Denn ich für meinen Teil bin fertig mit diesem Blogpost und wünsche euch noch einen schönen Tag. Ich muss jetzt mal schauen mit welcher Aktivität ich diesen sonnigen Tag verbringe. :D

Eure szebra

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