Sonntag, 3. März 2019

BLOG-TOUR | "On The Come Up" von Angie Thomas | Diskriminierung und "The Hate U Give"


Salut ihr Lieben!*

Heute ist es endlich so weit. Heute startet die Blog-Tour zu Angie Thomas' neuem Roman "On The Come Up" und ich habe die Ehre den Anfang zu machen. Dran bleiben lohnt sich, denn für euch gibt es etwas zu gewinnen. 
Wie ihr im Titel vielleicht schon gelesen habt, soll es in meinem Post heute um Diskriminierung und "The Hate U Give" gehen. Aber was hat Angie Thomas' erster Roman mit "On The Come Up" zu tun? Ganz einfach: in "The Hate U Give" durften wir bereits die Siedlung Garden Heights kennen lernen und dieser Ort ist wieder einmal der Schauplatz des Geschehens. Die Geschichte der jungen Bri spielt einige Monate nach den Geschehnissen aus "The Hate U Give" und kleiner Spoiler, den ihr euch wahrscheinlich ausmalen konntet: diese Geschehnisse werden direkt am Anfang erwähnt, in denen die Protagonistin über Garden Heights spricht. 
Aber um was geht es eigentlich in "On The Come Up"? Ist es "The Hate U Give" nur anders verpackt? Meine klare Antwort: NEIN! Und bevor ich weiter von irgendwelchen Dingen erzähle, hier der Klappentext und das Cover für euch:

"Jeder hat ein Recht auf Redefreiheit – aber nicht jeder wird gehört…

Die 16-jährige Bri wünscht sich nichts sehnlicher, als eine berühmte Rapperin zu werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den großen Durchbruch schaffte, und Bri tritt in riesengroße Fußstapfen. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats. Als sich die unbezahlten Rechnungen stapeln und ihre Familie kurz davor ist, ihre Bleibe zu verlieren, wird klar: Eine berühmte Rapperin zu werden, ist für Bri nicht länger nur ein Wunsch, sondern ein Muss … " (Quelle)

Sowohl "The Hate U Give" als auch "On The Come Up" sind Romane, die sich mit einem sehr wichtigen Thema auseinander setzen. Diskriminierung. Und zwar die Art von Diskriminierung, die sich in den ganzen Städten in den Vereinigten Staaten abspielt und von allen möglichen Menschen vertuscht wird. Als wäre sie nicht existent. Aber dabei ist es etwas, dass so sehr präsent ist und nicht nur mich, sondern abertausende von Menschen aufs Neue abschreckt.
Schon allein angefangen mit der Tatsache, dass alle Afro-Amerikaner in ein Stadtviertel gesteckt werden. Aber das reicht noch nicht! Man muss auch zwischen gleichgesinnten und auch Familien ein Keil fahren, denn ein Teil lebt in den Sozialsiedlungen und der andere Teil, der es sich leisten kann, in Häusern. Das ist dann der "bessere" Teil des Orts. Aber macht es einen besser, nur weil man in einem Haus lebt? Ich denke nicht, denn man muss immer noch bedenken, dass sich der typische Anglo-Amerikaner niemals in diese Gegend trauen würde. Nicht ohne sämtliche Waffen oder polizeilichen Schutz, denn diese Menschen sind ja gefährlich. Nur, weil sie anders aussehen. Da reicht es auch schon, wenn man seine Haarbürste in der Hosentasche hat, um erschossen zu werden und am Ende als Drogendealer dazustehen.
Mit diesem Satz ist "The Hate U Give" gemeint. Hätte Starr nie dagegen angekämpft und alles so hingenommen, wie es ihr eingetrichtert wurde, hätte sie nie die eigentliche Wahrheit ans Gesicht bringen können. Dennoch hat es sie einiges an Mut gekostet, denn immerhin hat sie sich selbst in Gefahr gebracht. Für die Gerechtigkeit. Dies ist ziemlich absurd, findet ihr nicht? Wir leben im 21. Jahrhundert und es gibt garantiert eine Starr oder Bri da draußen, die für Gerechtigkeit kämpfen, dafür kämpfen endlich gehört zu werden und dennoch Angst haben müssen. Angst, dass sie jeden Moment erschossen werden könnten, nur weil sie etwas mehr Gerechtigkeit haben wollen oder wollen, dass ihre Stimme erhört wird.
Wenn wir schon einmal von Gerechtigkeit sprechen: "On The Come Up" spricht auch ein anderes Thema an, und zwar den beruflichen Werdegang. Ein Schule, in der es Quotenschwarze gibt, wird erwähnt. Klingt absurd, aber was, wenn ich euch sage, dass es das wirklich gibt? Einfach, um den Anschein zu bewahren, dass die Menschen darüber hinweg sind, dass es Leute mit anderer Hautfarbe und Herkunft gibt. Einfach nur absurd! Es ist in meinen Augen erst Recht rassistisch Quoten einzuführen, denn das sagt mir: "Hey, du bist anders und wir wollen dich, weil du anders bist. Deine Qualifikation ist mir eigentlich egal!" Und wenn man dann doch Jahrgangsbester war und ein verdammt gutes Studium hinter sich hat, dann heißt es noch lange nicht, dass man Fuß im Berufsleben packen, auch, wenn man die Qualifikation dazu hat. Denn die Hautfarbe steht im Weg. DIE VERDAMMTE HAUTFARBE! Ich verstehe ja, dass man Angst vor dem Fremden hat und dass man gewisse Vorurteile hegt, aber wenn jemand die Qualifikation für etwas hat und die andere Person weniger qualifizierter ist, dann wäre doch der naheliegendste Gedanke die bessere Person einzustellen, oder? Falsch gedacht! Was auch ein Entscheidungskriterium ist, ist die Hautfarbe und das ist ein deprimierender Gedanke.
Ich habe immer gedacht, dass die Welt sich weiter entwickelt hat. Aber solche Romane (oder auch die Nachrichten oder eigene Erfahrungen) zeigen mir immer und immer wieder, dass es Menschen gibt, die in ihrer Denkweise festhängen. Ich sage nicht, dass man seine Denkweise völlig in den Wind schmeißen sollte, aber wie wäre es denn etwas weltoffener zu sein? Wie wäre es mal, jedem die gleichen Chancen zu geben? Und das bitte ohne eine dämliche Quote!
Was ich euch sagen möchte: lest "On The Come Up"! Es zeigt nicht nur die Schattenseiten dieser Welt, sondern auch die Geschichte eines wahnsinnig starken Mädchens, das einen Weg findet, um von der ganzen Welt gehört zu werden!


Schaut auf jeden Fall bei den anderen Blog-Tour-Beiträgen vorbei, denn es sind super spannende Sachen dabei, die definitiv vielfältig sind. Außerdem könnt ihr so auch mehr über das Buch erfahren!

Tag 1: Bei mir auf szebrabooks.blogspot.com
Tag 2: Bei René von renewe.de
Tag 3: Bei Timo von rainbookworld.de
Tag 4: Bei Gina von zeilenfluch.blogspot.com
Tag 5: Bei Steffi von gedanken-vielfalt.de
Tag 6: Bei Sarah von booksonfire.de

Nun zum Gewinnspiel: Ihr habt die Möglichkeit eines von dreien Exemplaren von "On The Come Up" von Angie Thomas zu gewinnen und ihr könnt bei allen Blogs Lose sammeln! Mitmachen ist ganz einfach, denn dafür müsst ihr nur folgende Frage beantworten: 


Stellt euch folgende Situation vor: ihr lebt in einem Viertel wie Bri und gehört zu der Minderheit der Bevölkerung des Landes. Was würdet ihr tun, damit eure Stimme gehört wird?


Natürlich gibt es auch ein paar Teilnahmebedingungen, an die ihr euch halten müsst:

Um am Gewinnspiel teilzunehmen muss die Aufgabe des jeweiligen Blogs erfüllt werden. Die Teilnahme ist nur innerhalb des Teilnahmezeitraums möglich. Nach Teilnahmeschluss eingehende Einsendungen werden bei der Auslosung nicht berücksichtigt.
- Eine Barbezahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
- Instagram und Facebook haben nichts mit dem Gewinnspiel zu tun
- Der Versand des Gewinns erfolgt durch den Verlag, hierfür werden die Daten an den Verlag weitergegeben, dieser gibt sie aber ansonsten niemanden weiter. Nach der Versendung des Gewinns, werden die Daten gelöscht.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Wir berücksichtigen alle Kommentare, die bis einschließlich 11.03.2019 18:00Uhr  gepostet wurden. Es wird  danach innerhalb von 24 Stunden ausgelost.
Die Gewinner haben 48 Stunden Zeit sich bei  via timo@rainbookworld.de zu melden
Die drei Gewinner*innen werden von uns öffentlich genannt.

An dieser Stelle möchte ich auch dem cbj Verlag und Timo danken, die diese Blogtour möglich gemacht haben! Dem Verlag, dass er uns dieses wahnsinnig wunderbare Buch zur Verfügung gestellt hat und Timo, dass er mich mit ins Boot geholt hat!
Ach ja, tut mir einen Gefallen und lest das Buch, denn ich fand es genial! Meine Rezension folgt die Tage, aber ich kann euch versprechen, dass ihr euer Geld definitiv nicht in den Sand setzt!
Viel Spaß beim Mitmachen und ich drücke euch allen die Daumen! Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag und hoffe, dass ich mit meinem Beitrag etwas in euch bewegen konnte.
Eure szebra

*Werbung aufgrund von Verlinkungen und Zusammenarbeit mit dem Verlag!

Kommentare:

  1. Huhu und vielen Dank für den tollen Beitrag!

    Ich fand "The Hate U Give" wahnsinnig beeindruckend und bin schon sehr gespannt auf das neue Buch.

    Doch nun zu deiner Frage :

    Ich glaube als Jugendlicher ernst genommen zu werden ist generell schon nicht so einfach, wenn man aber dann auch noch aus einem "schwierigen Umfeld" kommt, ist es wahrscheinlich fast unmöglich. Ich glaube ich würde versuchen gleichgesinnte zu finden und dann mit Plakaten und einprägsamen Sprüchen auf unser Anliegen aufmerksam zu machen.

    LG Susan

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  2. Hallo Navika,
    Ich denke, es ist in einer solchen Situation sehr schwer, "ernst genommen" zu werden. Ich würde mir an dieset Stelle wahrscheinlich andere Gleichgesinnte suchen, mit ihnen Aktionen planen, Demos starten etc.

    Liebe Grüße

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  3. Danke für diesen Beitrag!
    Ich stelle es mir sehr schwer vor, gehört zu werden, gerade als Jugendliche und in einem solchen Viertel. Ich denke ich würde mich den anderen anschließen und nach Gleichgesinnten Ausschau halten. Zusammen haben wir eine größere Chance, für Aufsehen zu sorgen.
    Vielleicht könnte ich auch einen Blog erstellen, wenn ich die Möglichkeiten habe. Gerade für schüchterne Personen wäre das doch was, da könnte ich immerhin auch über Probleme reden und auf diese aufmerksam machen.
    Liebe Grüße

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  4. Hallo,
    ich denke, es ist nicht leicht, aber ich wäre auf jeden Fall für gewaltfreie Lösungen. Ich würde informieren mit Plakaten, aber auch in den sozialen Medien und ganz wichtig Gleichgesinnte und Unterstützer suchen. Diskussionsrunden anregen, mich Fragerunden stellen und mich nicht unterkriegen lassen.

    Viele Grüße, Jutta

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  5. Hallo!
    Wie man es auch bei uns aktuell sieht, werden die Stimmen von Kindern und Jugendlichen ungern gehört. Ich glaube ich würde versuchen Mitstreiter zu finden, gemeinsam ist man lauter!

    Liebe Grüße!
    Eva

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