Freitag, 13. April 2018

"Das Tagebuch der Anne Frank - Graphic Diary" [Rezension]

"Niemand kann verstehen, dass ein Mädchen von dreizehn ganz allein auf der Welt steht."

Inhalt

Anne Franks Tagebuch, weltbekannt und geliebt, liegt jetzt in einer völlig neuen Fassung vor: »Das Tagebuch der Anne Frank: Graphic Diary. Umgesetzt von Ari Folman und David Polonsky« ist eine einzigartige Kombination aus dem Originaltext und lebendigen, fiktiven Dialogen, eindrücklich und einfühlsam illustriert von Ari Folman und David Polonsky. Beide bekannt für ihr Meisterwerk »Waltz with Bashir«, das u.a. für den Oscar nominiert war. So lebendig Anne Frank über das Leben im Hinterhaus, die Angst entdeckt zu werden, aber auch über ihre Gefühle als Heranwachsende schreibt, so unmittelbar, fast filmisch sind die Illustrationen. Das publizistische Ereignis zum 70. Jahrestag der Erstveröffentlichung, autorisiert vom Anne Frank Fonds Basel.

Meine Meinung

Nachdem bekannt wurde, dass "Das Tagebuch der Anne Frank" als Graphic Diary rauskommen würde, war ich sofort Ohr und wusste, dass ich lesen würde. Ich habe den Originaltext nicht gelesen, da ich mich unwohl fühle, dass Tagebuch einer fremden Person zu lesen. Denn ich würde auch nicht wollen, dass jemand in 100 Jahren mein Tagebuch liest. Aber jetzt, wo ich die Graphic Diary gelesen habe, bin ich neugierig geworden und ich werde wohl über meinen Schatten springen müssen und zum Originaltext greifen. 
Aber nun zu der Graphic Diary. Es ist ja eine Mischung aus Graphic Novel und dem Originaltext und gerade diese Mischung macht dieses Buch besonders. Ich hatte Spaß beim Lesen, weil die Illustrationen einfach genial sind. Am liebsten würde ich ja ein Bild hinzufügen, in dem man diese sieht, aber leider darf ich das nicht. Ich kann euch nur empfehlen in der Buchhandlung mal einen Blick rein zu werfen. 
Die Gefühle, die Anne Frank mit ihren Worten ausdrückt werden in meinen Augen perfekt illustriert und auch, wenn man fiktive Dialoge hat: man kann sich sehr gut in die Situation der Familie und vor allem in Franks Gefühlswelt hinein versetzen. Das hat mir besonders gut gefallen. 
Was ich auch super fand, war, dass am Ende ein kleiner Text ist, der erklärt was nach dem Ende des Tagebuchs passiert ist und wie es eben zur Veröffentlichung kam. Das Nachwort von Ari Folman hat mir auch sehr gut gefallen. 
Ich muss auch sagen, dass mich das Buch traurig gemacht hat. Es hat mir wieder vor Augen geführt wie schrecklich das Dritte Reich und der danach folgende Zweite Weltkrieg einfach war und wie viele Menschen deshalb ihr Leben lassen mussten. 

Bewertung

Von mir bekommt das Buch volle 5 von 5 Sternen und ich kann es wirklich jedem einzelnen von euch ans Herz legen.
Eure szebra

Zum Buch

Titel: Das Tagebuch der Anne Frank - Graphic Diary
"Autorin": Anne Frank
Umgesetzt von: Ari Folman, David Polonsky
Übersetzt von: Mirjam Pressler, Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Erscheinungstermin: 05.10.2017
Preis: 20,00€ (HC); 16.99€ (eBook)
Seiten: 160
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

"Autoren"

Anne Frank, am 12. Juni 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren, flüchtete 1933 mit ihren Eltern nach Amsterdam. Nachdem die deutsche Wehrmacht 1940 die Niederlande überfiel und besetzte, 1942 außerdem Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung in Kraft traten, versteckte sich die Familie Frank in einem Hinterhaus an der Prinsengracht. Die Familie und ihre Mitbewohner wurden im August 1944 verraten und nach Auschwitz verschleppt. Anne Frank und ihre Schwester Margot starben infolge von Entkräftung und Typhus im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr genauer Todestag ist nicht bekannt.

Ari Folman ist Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Er wurde 1962 als Sohn polnischer Holocaust-Überlebender in Haifa geboren. Als junger israelischer Soldat erlebte er 1982 den Ersten Libanonkrieg mit. Über die teils autobiographischen traumatischen Erlebnisse drehte er 2008 den animierten Dokumentarfilm »Waltz with Bashir«, der als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert wurde, den Europäischen Filmpreis und den César erhielt.

David Polonsky, geboren 1973 in Kiew, ist ein preisgekrönter Illustrator und Comiczeichner. Weltbekannt wurde er durch seine Zeichnungen für den Animationsfilm »Waltz with Bashir« und die gleichnamige Graphic Novel. Er unterrichtet an Israels angesehener Kunstakademie Bezalel in Jerusalem.


Ein großer Dank geht an den Fischer Verlag, der mir das Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat!

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