Sonntag, 19. Februar 2017

Wir beide vielleicht by Kemper Donovan [Rezension]

"Sie waren jung; sie waren schön; sie waren einander treu ergeben."

Inhalt

Richard und Elizabeth sind beide um die 30 und leben in L.A. – ansonsten haben sie wenig gemeinsam. Während der chaotische Richard sich als Filmproduzent gerade so über Wasser hält, arbeitet die smarte Elizabeth erfolgreich
als Anwältin. Kein Wunder, dass sie sich bisher nie begegnet sind. Das ändert sich, als ein unbekannter Gönner ihnen je 500.000 Dollar verspricht. Einzige Bedingung: Sie müssen sich ein Jahr lang einmal pro Woche treffen. Ihr Plan: Sie ziehen die 52 Dates durch, jeder sackt seine halbe Million ein — und geht danach wieder seiner Wege. Noch ahnen sie beide nicht, wie sehr diese Begegnungen ihr Leben verändern sollen ...

Meine Meinung

In diesem Buch geht es um die Anwältin Elizabeth und den Filmproduzenten Richard, die ein moralisches Angebot von einer anonymen Person bekommen: sie sollen sich ein Jahr lang einmal pro Woche treffen und wenn sie es schaffen, dann bekommen beide jeweils 500.000 Dollar. Nach ausführlichem Nachdenken nehmen beide das Angebot an, weil beide das Geld wollen. Dabei sind sie komplett verschieden: Elizabeth ist Anwältin, ziemlich erfolgreich und hat einen geregelten Wochenablauf, während Richard als Filmproduzent arbeitet, sich knapp über Wasser hält und lieber mit seiner besten Freundin feiern geht. Zuerst tun die beiden das ganze nur für das Geld, doch sie wissen nicht, wie sehr sie dieses moralische Angebot verändern wird...

Klingt super, das Cover weckt das Interesse, weil es echt schön ist und die Leseprobe macht einen total neugierig. Aber ich muss sagen, dass ich echt enttäuscht war, auch wenn ich so begeistert von der Leseprobe war.
Ich möchte das Buch nicht schlecht machen, weshalb ich vorneweg sage, dass das hier meine Meinung ist und es durchaus sein kann, dass es einem von euch echt gut gefällt.
Mein Problem waren weder die Thematik noch die Charaktere. Ich fand einfach, dass es sich ewig in die Länge gezogen hat und ich mich regelrecht durchgequält habe. Ich war kurz davor es abzubrechen, aber ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht, weil ich gedacht, dass es bestimmt besser wird. Aber das wurde es leider nicht. Mehr als die erste Hälfte vom Buch ist kaum etwas passiert, dann gab es eine Stelle wo es kurz bergauf ging, aber das Ende hat sich erneut ewig hingezogen. Für diese 384 Seiten habe ich für meine Verhältnisse echt lange gebraucht. Zum Ende möchte ich auch noch etwas sagen, und zwar fand ich es gut, dass der Autor eine Art Zoom nach außen daraus gemacht hat, der sich aber unnötig in die Längen gezogen hat.
Die Charaktere haben mir echt gut gefallen, weil sie so gegensätzlich waren und jeder so seine Geheimnisse hatte, die am Ende dann auch gelüftet wurden. Außerdem erfährt man dann auch wer diese anonyme Person ist. Diese Stelle als die Geheimnisse gelüftet wurden waren meiner Meinung nach am Besten.
Was mich auch gestört hat, war dass es aus der dritten Person geschrieben war, aber dann trotzdem die Perspektive gewechselt hat. Nicht nur zwischen Elisabeth und Richard, sondern auch zwischen anderen Charakteren. Ich war teilweise einfach nur verwirrt, weil ich einfach nicht mehr wusste, welche Person jetzt im Fokus liegt.

Bewertung

Zusammenfassen kann ich nur sagen, dass mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte, was ich echt schade finde, weil ich mich so gefreut hatte. Aber ich glaube, dass das nicht nur an den Längen lag, sondern auch daran, dass die Charaktere viel älter sind als ich und die Zielgruppe bestimmt keinen 18-jährigen Studenten sind. Deshalb gebe ich dem Buch insgesamt 2,5 von 5 Sternen.
Eure szebra

Zum Buch

Titel: Wir beide, vielleicht
Autor: Kemper Donovan
Verlag: Goldmann
Preis: 9.99€ (TB); 8.99€ (eBook)
Seiten: 384

Autor

Kemper Donovan hat die Stanford University und die Harvard Law School besucht. Knapp zehn Jahre lang hat er für die renommierte Produktionsfirma Circle of Confusion gearbeitet, bevor er die Schriftstellerei für sich entdeckte. Wenn er nicht gerade schreibt oder Bücher liest, joggt er leidenschaftlich gerne am Strand oder spielt Geige. Der Autor lebt und arbeitet in Los Angeles.

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen