Freitag, 5. Februar 2016

All die verdammt perfekten Tage by Jennifer Niven - Renzension

Allgemeines:

Titel: All die verdammt perfekten Tage
Autorin: Jennifer Niven
Verlag: Limes Verlag
Preis: 14.99€ (Paperback, Klappenbroschur), 11.99€ (ePub)
Link zum Buch: http://www.randomhouse.de/Paperback/All-die-verdammt-perfekten-Tage/Jennifer-Niven/Limes/e483026.rhd
Link zum Gewinnspiel: http://rhspecials.randomhouse.de/microsites/lp/limes_niven/

Autorin:

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte.

Inhalt:

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…


Meine Meinung:

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Nachdem ich das Buch am Sonntag gegen Mitternacht fertig hatte war ich tränenüberströmt und konnte gar nicht an einschlafen denken. Das hatte leider Folgen für den Montag, weil ich dann in der Schule extrem müde war und nicht klar denken konnte. Aber es hat sich echt gelohnt, weil dieses Buch meine Tränen Wert war! Wie ihr wisst, weine ich nicht so schnell bei Büchern/Filmen, aber bei diesem Buch war es einfach anders. Es hat mich einfach mitgerissen.
Es geht ja um Violet und Finch und beide sind einerseits total verschieden, aber andererseits haben sie auch viele Gemeinsamkeiten. Violet, die ihre Schwester Eleanor vor einem Jahr bei einem Autounfall verloren hat, ist immer noch nicht darüber weg und leidet sehr darunter. Das führt so weit, dass sie sich eines Tages vom Glockenturm der Schule stürzen will, weil sie einfach nicht mehr weiter weiß. Denn durch den Tod ihrer Schwester hat sie sich von der beliebten Violet, die viel unterwegs und sehr viele Freunde hat zu der Violet entwickelt, die das Haus nur verlässt, wenn es nötig ist und sich langsam von ihren Freunden abgrenzt, weil sie sich fehl am Platz vor kommt. Auf dem Glockenturm trifft sie auf Finch. Finch der Außenseiter, der Freak, der Junge mit dem niemand etwas zu tun haben will. Beide wollen Selbstmord begehen und steigen über das Geländer, doch dann wird Violet von der Angst gepackt und weiß nicht wie sie zurück kommt. Finch hilft ihr dabei, indem er langsam auf sie einspricht und ihr sagt, was sie tun soll. Als dies geschafft ist, will Finch auch zurück und diesmal ist Violet diejenige, die ihm zurück hilft, indem die Worte wiederholt, die  Finch zu ihr gesagt hat.
Natürlich bleibt das Geschehen nicht unbeachtet und die ganze Schule denkt, Violet sei die Heldin, die den Freak Finch vor dem Selbstmord bewahrt hat. Durch diesen Vorfall wird Finch aufmerksam auf Violet und als ein Schulprojekt ansteht, arbeiten die Beiden auf Finchs Willen hin zusammen und erleben einzigartige Dinge miteinander. Das Schulprojekt besteht darin, Indiana zu erkunden und das tun die Zwei auch. Dabei kommen sie sich nicht nur näher, sondern Violet findet endlich den Weg ins Leben zurück. Bei Finch jedoch passiert das Gegenteil. Obwohl er mit Violet glücklich ist, scheint es so, dass er den Anschluss zum Leben langsam verliert...

Ich kann euch allen da draußen dieses Buch ans Herz legen. Es ist so wunderschön und man kann es gar nicht mehr weglegen. Am Anfang wusste ich nicht was ich von dem Buch halten soll, weil ich irgendwie nicht in die Geschichte hereingekommen bin. Um ehrlich zu sein hat Violet mich irgendwie an Laurel aus "Love letters to the dead" erinnert, denn da hatte Laurel wie Violet Probleme mit dem Tod ihrer Schwester klar zu kommen. Aber im Endeffekt ist es doch anders.
Da das Buch aus der Sicht von Violet und Finch geschrieben ist, bekommt man einen Einblick in die Gefühlswelt beider Personen und dadurch kann man sich leichter in sie hineinversetzen. Das hat mir echt gut gefallen, aber es war hin wieder auch wieder verwirrend, weil ich manchmal vergessen habe aus wessen Sicht ich jetzt lese.
Die Charaktere an sich waren im Großen und Ganzen sehr realistisch, aber mit Finch hatte ich so meine Probleme. Bei Violet habe ich alles nachvollziehen können, aber bei Finch war das nicht der Fall. Es gab manche Stellen, die mir unschlüssig waren, aber das liegt auch daran, dass Finch ein etwas komplexerer Charakter ist. Aber ich habe ihn im Laufe des Buches dennoch ins Herz geschlossen und die Beziehung zwischen Violet und Finch war echt süß. Ich musste mehrere Male einfach schmunzeln. Und diese Entwicklung, die die Beiden durchmachen ist einfach gigantisch. Einerseits traurig (wieso müsst ihr selber nachlesen) und andererseits wunderschön. Natürlich gab es auch zahlreiche Nebencharaktere, aber die erwähne ich nicht, weil ich euch den Spaß lassen will die anderen Charaktere selber kennen zu lernen.
Die Handlung war okay, aber ich hätte so gerne ein paar Dinge geändert. Die Erzählzeit ist immer verscheiden. Mal zeitdehnend, aber dann wieder zeitraffend. Beides im Wechsel und im Großen und Ganzen ist es meiner Meinung nach eine ausgewogene Mischung. Ich muss sagen, dass es sich anfangs etwas zieht, aber ihr dürft nicht aufgeben. Es wird immer besser. Am Anfang fand ich das Buch einfach komisch, weil ich vieles nicht verstanden habe, aber im Laufe des Buch wird es besser und man wird auch warm mit den Charakteren.
Innen im Buch war ein Zitat, das aussagte, dass "All die verdammt perfekten Tage" das nächste "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" Sei. Einerseits kann ich dem zustimmen, aber andererseits muss ich sagen, dass die beiden Bücher sehr viele Unterschiede haben und ich finde "All die verdammt perfekten Tage" ist für sich ein gutes Buch. Ehrlich gesagt mag ich es nicht so, wenn man meint ein Buch sei so wie ein anderes Buch. Versteht ihr was ich meine? Zwar hab ich vorhin mit "Love letters to the dead" verglichen, aber das war nur mein erster Eindruck. Ich dachte, dass es so sei, was es aber nicht war.
Zur Bewertung muss ich sagen, dass ich eigentlich gerne 5 Sterne vergeben hätte, aber als ich nochmal genauer nachgedacht habe, habe ich ja die für mich "Schwachstellen" gefunden und deshalb gebe ich diesem Buch 4 von 5 möglichen Sternen.
 
Ein großer Dank geht an den Limes Verlag, die mir dieses Buch zum rezensieren zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank!

1 Kommentar:

  1. Oh wow, das Buch klingt ja echt berührend und ich kann sowas glaube ich nicht so leicht lesen und muss schon echt in der Stimmung für so etwas sein.

    Liebe Grüße
    May

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